Göttingen ist beliebte Einkaufsstadt

Göttingens attraktive Innenstadt

 

Bei der zum zweiten Mal bundesweit durchgeführten Studie „Vitale Innenstädte“ vom Institut für Handelsforschung (IFH) aus Köln, an der insgesamt 121 Städte teilgenommen haben, hat Göttingen überdurchschnittlich gut abgeschnitten.

 

Die Ergebnisse der Studie wurden am 14. Februar 2017, im Neuen Rathaus gemeinsam vom Handelsverband Hannover, Pro-City und der Stadt Göttingen vorgestellt. „Göttingen punktet als Einkaufsstadt mit einem vielfältigen Einzelhandelsangebot, spannender Gastronomie und einer attraktiven Ausstattung der Innenstadt“, begründete Alexander Grosse, Kreisverbandsvorsitzender im Handelsverband die Beurteilung. Insgesamt erhält die Stadt die Note 2,5 und liegt damit über dem Gesamtdurchschnitt von 2,7, den die Städte in dieser Befragung von ihren Kunden bekamen.


Verbesserungsbedarf sah Frederike Breyer, Geschäftsführerin Pro-City GmbH, aufgrund schlechter Bewertungen insbesondere bei der Erreichbarkeit mit dem PKW (Note 3,2), bei der Ausschilderung der Parkmöglichkeiten (Note 4) sowie der Zukunftsorientierung.


Wie die Studie generell feststellt, bleibt der Handel zwar Frequenzbringer Nummer eins für Innenstädte, doch die Menschen suchen heute ein umfassendes Freizeiterlebnis. Diese attraktive Funktionsmischung und -vielfalt einer Innenstadt bringt viele Akteure an einen Tisch. Kooperation ist daher notwendiger denn je. Händler, Gastronomen, Dienstleister, Theater, Museen und Ämter müssen Öffnungszeiten, Aktionen und Marketing-Maßnahmen miteinander abstimmen. Immobilienbesitzer und Kommunen müssen mit attraktiven Fassaden, einladenden Plätzen, grünen Oasen mit Spielplätzen sowie barrierefreier Pflasterung Atmosphäre und ein attraktives Stadtbild schaffen.


Zur Präsentation der Ergebnisse hatten die Stadt Göttingen, Pro-City und der Handelsverband Hannover eingeladen, die die Teilnahme der Stadt an der Studie gemeinsam ermöglicht hatten. Zusammen mit mehr als 60 Teilnehmer/innen diskutierten sie im Ratssaal, wie Göttingen im digitalen Zeitalter noch attraktiver werden und für alle Altersgruppen an Aufenthaltsqualität gewinnen kann. „Die Studie bietet uns eine gute Grundlage, um auch weiterhin mit vereinten Kräften nachhaltige Projekte zu entwickeln, die Göttingen für Bewohner und Besucher noch lebendiger und lebenswerter machen“, so Angelika Daamen, Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus.


Knapp 20 Prozent der Besucher Göttingens kommt laut der Studie von außerhalb, das Durchschnittsalter beträgt 41,1 Jahre. Alle Altersklassen sind vertreten, die 21- bis 25-Jährigen sind im Vergleich zum Ortsgrößendurchschnitt aufgrund der Göttinger Universität erwartungsgemäß überrepräsentiert. Das gleiche trifft auch für Radfahrer zu: mit 29,4 Prozent ist ihr Anteil mehr als doppelt so groß wie in den übrigen Städten der Kategorie zwischen 100.000 – 200.000 Einwohner.


Beim Konsumverhalten zeigen sich die Befragten treu: Die überwiegende Mehrheit nennt die Innenstadt als ihre präferierte Einkaufsstätte. Nur bei Unterhaltungselektronik und im Bereich Wohnen/Einrichten weichen viele auf Fachmarktstandorte am Stadtrand oder das Internet aus. Über 80 Prozent kommen täglich oder mehrmals die Woche in die City, aber nur etwa ein Drittel der Besucher verbringt mehr als zwei Stunden dort. Auch die Zahl der gezielten Käufe ist hoch: über 30 Prozent besuchen nur ein bis zwei Geschäfte.


„Die Kunden kommen heute immer öfter gezielt und vorinformiert in die Läden“, bestätigt Alexander Grosse. „Der Schaufensterbummel und die Asuwahl der Produkte finden stärker im Internet statt. Darauf muss der Handel reagieren und die Kunden auch online informieren und kompetent beraten.“


„Schon über 20 Prozent der Befragten gibt an, verstärkt online einzukaufen und die Göttinger Innenstadt daher seltener zum Einkaufen zu besuchen“, mahnt Frederike Breyer.

 


Für diese größte, empirisch basierte Untersuchung zur Zukunft von  Stadtzentren wurden an zwei Wochentagen in allen teilnehmenden Städten insgesamt fast 60.0000 Kunden befragt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Gemeinfrei nach Creative Commons CCO

 

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