Großer Zuspruch

Händel-Oper Imeneo
Das Publikum war begeistert von der Inszenierung der diesjährigen Oper der Interationalen Händel-Festspiele Göttingen.

Mit einer ausverkauften Vorstellung von Händels Imeneo endeten am gestrigen Pfingstmontag die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2016, die in diesem Jahr unter dem Motto „Verbindungen – Connections“ rund 19.000 Gäste aus aller Welt nach Göttingen und in die Region lockten.


Die Inszenierung der belgischen Barockspezialistin Sigrid T’Hooft verzauberte in sechs Vorstellungen im Deutschen Theater Göttingen, beim Public Viewing in der Lokhalle und in der ausverkauften Familienfassung mehr als 4300 Besucher. Für die Opernvorstellungen entspricht dies einer Auslastung von 97 %. Mit 96 % war das Oratorium Susanna ähnlich erfolgreich; den Spitzenplatz belegt das Galakonzert mit 99 %. Die durchschnittliche Gesamtauslastung der Festspiele liegt bei rund 88 %, eine Steigerung um 13 Prozentpunkte zum Vorjahr.


Mit Kerzenlicht, aufwändigen barocken Kostümen und Perücken setzte die diesjährige Opernproduktion bewusst auf opulente Sinnlichkeit. Auch die Investition in zwei zusätzliche Ensembles, den Opernchor und das Tanzensemble Corpo Barocco, zahlte sich nicht nur in punkto Qualität aus, sondern auch im Hinblick auf eine überragende Resonanz bei Presse und Publikum aus. „Als Festspielintendant freut man sich natürlich, wenn die Programmplanung aufgeht“, so Tobias Wolff: „Dies zeigt sich insbesondere darin, dass die Nachfrage für unsere Veranstaltungen gleichmäßig hoch war. Wir haben ganz offensichtlich den Geschmack der Zuschauer getroffen. Es ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für Laurence Cummings und mich, dass unser Publikum die Konzerte unbekannter Ensembles oder der Stipendiaten des europäischen Nachwuchsprogramms ‚eeemerging‘ genauso eifrig besucht, wie Konzerte mit großen Namen. Dies bestärkt uns in unserem Mut, immer wieder Neues zu wagen.“ Dies gilt auch für die vielen neuen außergewöhnlichen Formate, wie z. B. das Sunrise!-Konzert zum Sonnenaufgang, das Opern-Café, den Händel-Brunch oder das vergnügliche „Im Bett mit …“, bei dem Künstler im Schaufenster eines Bettengeschäftes mit dem Festspielintendanten plauderten.“


Zu den Spielstätten in der Region kamen mit dem Kursaal in Bad Lauterberg, Graf Isang am Seeburger See, dem Landhaus Biewald in Friedland und dem Theater der Nacht in Northeim vier weitere Orte hinzu.
 

Zur Feier seines zehnjährigen Jubiläums gastierte das FestspielOrchester Göttingen erstmalig in der Landeshauptstadt und erhielt im Konzerthaus Berlin für Susanna enthusiastischen Applaus. Auch der Auftritt im Nationalen Musikforum in Breslau, europäische Kulturhauptstadt 2016, war ein voller Erfolg.


Wer das Oratorium im Rahmen der Festspiele nicht erleben konnte, hat am 22. Mai noch einmal die Möglichkeit: Um 11.00 Uhr wird es auf NDR Kultur in der Sendung „Das Sonntagskonzert“ ausgestrahlt.


Ein besonderes Highlight des diesjährigen Händel 4 Kids!-Programms war Neville Tranters Inszenierung Händels Hamster. Aufgrund der großen Nachfrage finden am 17., 18. und 24. Mai jeweils um 18.00 Uhr Zusatzvorstellungen im Theater der Nacht in Northeim statt.


Über 40 Medienvertreter für Print-, Rundfunk-, TV- und Online-Medien aus dem In- und Ausland, darunter Journalistinnen und Journalisten aus Großbritannien, den USA, Australien, Italien und Tschechien hatten sich akkreditiert. Neben vielen Dritten Programmen der ARD im Hörfunk, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Financial Times, NDR Kultur, Deutschlandradio / Deutschlandfunk, berichten auch Fachmagazine wie Early Music Today, Opera Now, Opera Magazine oder Opernwelt über die Festspiele. NDR Kultur übertrug nicht nur die Premiere der Oper live im Hörfunk, sondern schnitt auch viele Konzerte mit und wird sie im Mai und Juni in unterschiedlichen Formaten ausstrahlen.


Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2017 finden unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ vom 11. bis 28. Mai statt. Geplante Premiere der Oper Lotario wird am 19. Mai 2017 sein.

 

 

 

 

 

Foto: fsk photograpy

 

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