Wohnen für Aktive

GDA AktivWohnen
Brigitte Schmid und Herbert Rümenapf

 

Für alle, die sich frühzeitig mit der Frage beschäftigen, wie sie im Alter wohnen möchten, gibt es mit dem Konzept GDA AktivWohnen ein interessantes Angebot, das auf Menschen ab 65 zugeschnitten ist. Zwei Göttinger berichten, weshalb sie sich dafür entschieden haben.

Brigitte Schmid und Herbert Rümenapf sind Ende 70 und immer noch fit. Dennoch begannen sie bereits vor einigen Jahren, sich intensiver mit der Frage zu beschäftigen, wie sie im weiter fortgeschrittenen Alter wohnen möchten, insbesondere dann, wenn erste körperliche Einschränkungen auftreten sollten. „In unserer damaligen Wohnung zu bleiben oder in eine kleinere umzuziehen und irgendwann von Essen auf Rädern und ambulanten Pflegediensten versorgt zu werden, war für uns keine Perspektive, und unsere Kinder wohnen quer über Deutschland verteilt, sodass sie nicht eben mal schnell vorbeischauen können, um nach dem Rechten zu sehen“, sagen beide übereinstimmend. Doch was war die Alternative? Sie suchten nach einer Wohnform, die ihnen zunächst alle Freiheiten lässt, aber gleichzeitig sicherstellt, dass im Fall einer Gebrechlichkeit oder eines akuten Notfalls Hilfe und Unterstützung geboten werden. „Was wir nicht wollten, war eine Wohnform, die uns eine bestimmte Tagesstruktur vorgibt. Wir wollten komplett selbst planen und unter anderem selbst kochen können.“ Nachdem sie sich mehrere Einrichtungen, Wohnanlagen und deren Konzepte in Göttingen angeschaut hatten, fiel ihre Wahl schließlich auf das Angebot AktivWohnen des Göttinger GDA Wohnstifts.
 

Seit 2013 bietet das GDA Wohnstift dieses Wohnkonzept an, das genau auf aktive Ältere wie Brigitte Schmid und Herbert Rümenapf zugeschnitten ist. Den Kern bildet ein schlankes Basisangebot. Dadurch unterscheidet es sich etwas vom traditionellen Wohnkonzept des Wohnstifts. „Während beim klassischen Wohnstifts-Wohnen etwa der tägliche Restaurantbesuch, die Appartementreinigung und die Nutzung des Sport- und Kulturangebots automatisch im Vertrag enthalten sind, können sich die Bewohner beim GDA AktivWohnen zusätzlich zu einer Warmmiete ab 589 Euro und dem für alle Bewohner obligatorischen Hausnotruf ein komplett individuelles Leistungspaket aus Wahlleistungen zusammenstellen“, erklärt Bettina Klockemeyer, Wohnstiftsberaterin im Göttinger GDA Wohnstift. „Ganz nach den augenblicklichen Bedürfnissen lässt sich das Paket außerdem erweitern oder reduzieren.“


Beim GDA AktivWohnen können Interessenten zwischen unterschiedlichen Appartmentgrößen wählen. Alle sind komplett barrierefrei, verfügen über eine Küchenzeile und können komplett nach den eigenen Wünschen möbliert werden. Im Grundpaket enthalten ist ein Notrufknopf im Bad und im Schlafzimmer, der direkt mit dem hauseigenen ambulanten Dienst verbunden ist. Hinzugebucht werden können Appartementreinigung, Mahlzeiten im Restaurant, Wäschepflege sowie die zahlreichen Freizeit-, Sport- und Kulturangebote des Wohnstifts.


Brigitte Schmid und Herbert Rümenapf hatten sich vor Einzug entschieden, in zwei unmittelbar nebeneinanderliegenden  Zweizimmer-
Wohnungen wohnen zu wollen. Dahinter steckte eine äußerst realistische Einsicht: „Einer von uns beiden wird vor dem anderen sterben oder in den Pflegebereich des Wohnstifts wechseln. Mit zwei kleineren Wohnungen statt einer größeren ist sichergestellt, dass der andere dann in seiner Wohnung bleiben kann“, erläutern sie. In diesem Zusammenhang sei es auch gut zu wissen, dass man selbst bei erheblichem Pflegebedarf zunächst noch durch den hauseigenen ambulanten Dienst des GDA im Appartement gepflegt und begleitet wird.


Als sie den Wunsch, zwei Wohnungen nebeneinander zu beziehen, an Bettina Klockemeyer herantrugen, signalisierte diese, dass der Wunsch sicher erst nach einer etwas längeren Wartezeit realisiert werden könne. Das war Anfang 2015. Dann wurden jedoch schneller als gedacht zwei nebeneinanderliegende Appartements frei. „Dass es dann so schnell mit dem Umzug ging, daran mussten wir uns erst einmal gewöhnen“, gibt Brigitte Schmid zu. „Wir hatten eigentlich einen Umzug frühestens Ende 2017 im Kopf.“ Dennoch griffen die beiden zu und haben es nicht bereut. „Mit dem Auflösen unserer alten Wohnung sind wir viel Ballast und Verantwortung losgeworden, das tut gut“, sagt Herbert Rümenapf. „Jetzt können wir uns umso mehr auf die Dinge konzentrieren, die uns wirklich wichtig sind.“
 

Dazu trägt auch die Lage des Wohnstifts am Stadtrand bei. Brigitte Schmid und Herbert Rümenapf sind große Spaziergänger und haben dazu im direkt angrenzenden Göttinger Stadtwald zu jeder Jahreszeit ausreichend Gelegenheit. Und obwohl sie noch ein Auto besitzen, sind sie von der direkten Busanbindung des Wohnstifts begeistert. „So kann man eben mal in die Innenstadt fahren und muss sich nicht um einen Parkplatz kümmern“, schwärmt Herbert Rümenapf. Überzeugt habe ihn auch die Größe des Stiftes. Sagt er. Die Anlage mit mehreren Gebäuden und über 500 Wohneinheiten sei schon fast eine eigene kleine Stadt: „Durch die vielen unterschiedlichen Gesichter hier entsteht ein lebendiges, fast urbanes Lebensgefühl. Man kennt eben nicht jeden und lernt im Fahrstuhl oder auf den Gängen immer wieder neue Menschen kennen – das ist bei kleineren Anlagen nach kurzer Zeit nicht mehr so.“


Viel hinzugebucht zu ihrem Basispaket haben die beiden rüstigen Endsiebziger bislang nicht. „Was wir allerdings ausgiebig nutzen, sind die vielen Sport- und Kulturangebote des Wohnstifts. Und obwohl wir hierhergezogen sind, um uns den Tag völlig frei selbst einteilen zu können, haben unsere Tage heute doch eine stärkere Struktur als früher“, sagt Brigitte Schmid schmunzelnd.

 


Informationen zu GDA AktivWohnen finden Sie hier.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Kreide 

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