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Planungsbüros für Göttinger Stadthalle stehen fest

Stadthalle Göttingen

 

Das Auswahlverfahren für die Gestaltung der Stadthallenfassade und die Rahmenplanung für das Umfeld des Gebäudes vom Cheltenhampark bis zum Deutschen Theater ist beendet. Fachverwaltung, Vertreter/innen der Ratspolitik und Sachverständige haben am Dienstag, 17., und Mittwoch, 18. April 2018, in mehrstündigen Sitzungen über die eingereichten Ideenskizzen für die Gestaltung des Gebäudehülle und des Areals entschieden. Für beide Planungsschwerpunkte waren seit Beginn 2018 mehrere Büros eingeladen, in konkurrierenden Verfahren Ideenskizzen zu erarbeiten.
 

Mit der Aufwertung der weiteren Umgebung der Stadthalle in dem Bereich zwischen Deutschem Theater und Cheltenhampark beschäftigten sich vier Fachbüros: Bruno Fioretti Marquez Architekten aus Berlin, Cityförster aus Hannover, DeZwarteHond aus Köln in Arbeitsgemeinschaft mit Kortemeier-Brokmann Landschaftsarchitekten aus Herford sowie Prosa aus Darmstadt. Aufgabenstellung waren dabei unter anderem die Verbesserung der Anbindung der Stadthalle an die Innenstadt, die Stärkung der räumlichen Verbindung zwischen den beiden Kultureinrichtungen Stadthalle und Deutsches Theater sowie sie Umgestaltung des Albaniplatzes und die Verlegung der Parkplätze in eine Tiefgarage.


Das Büro Bruno Fioretti Marquez schied vorab aus formalen Gründen aus. Nach mehrstündiger Sitzung und Beratung über die verbleibenden drei Skizzen sprach sich die aus Ratsmitgliedern, Fachverwaltung und Sachverständigen bestehende Jury einstimmig für den Entwurf des Büros Prosa aus Darmstadt aus. „Der Entwurf hat das größte Potential für eine Weiterbearbeitung nach unseren Vorgaben“, sagt Thomas Dienberg in der Begründung der Entscheidung. Das Thema Verkehr müsse noch einmal generell durchgearbeitet werden, um eine Grundlage für die weitere Ausarbeitung der der Planung zu schaffen. Jury-Vorsitzender Georg Klaus, Professor an der Fakultät „Bauen und Erhalten“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) lobte weiterhin den Umgang mit dem Albaniplatz: „Die künftige Gestaltung und Funktion des Platzes bieten in diesem Entwurf die größten Potentiale.“


Für die Erneuerung und Umgestaltung der Fassade, die im Zusammenhang mit der Kernsanierung des Gebäudes steht, hatten die Architekturbüros pfp aus Hamburg, Reichel aus Kassel und Soll Sasse aus Dortmund Entwürfe eingereicht. Inhalt der Aufgabenstellung waren unter anderem die Wiederverwendung der Keramikplatten und Vorschläge für ein neues zeitgemäßes Gesicht der Stadthalle.


Nach intensiven Beratungen stimmte die Jury geschlossen für den Entwurf von Soll Sasse Architekten aus Dortmund. „Der Entwurf enthält einen innovativen Ansatz zur Unterbringung erforderlicher Technik und gleichermaßen zum Erhalt des prägnanten Erscheinungsbildes unserer Stadthalle“, begründet Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Für viele funktionale Anforderungen habe das Büro Soll Sasse angemessene Lösungen entwickelt. Das Konzept der Architekten überzeugte weiterhin durch die Verbindung von Bestand und gleichzeitiger Entwicklung eines neuen Gestaltungsansatzes.  „Da liegt die Qualität,“ begründet Stadtbaurat Thomas Dienberg. „Der Entwurf nimmt das Innovative des Ursprungsentwurfs auf und entwickelt es weiter. Er nimmt deutlich Bezug auf den Ort und wirkt so nachhaltig identitätsstiftend.“ Eine detaillierte Weiterbearbeitung müsse unter anderem für Vordach und Entrée erfolgen. Auch die Farbausgestaltung soll auf Empfehlung der Jury in der weiteren Bearbeitung angepasst werden.


Während der ersten Verfahrensphase hatten die Mitglieder der Jury die ersten Skizzen bereits gesichtet und Anmerkungen gemacht. Im Anschluss wurden die Entwürfe im Rahmen einer Infoveranstaltung in der Stadthalle öffentlich präsentiert. Interessierte konnten ihre Meinung auf Vordrucken vermerken oder sie an Stellwänden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der jeweiligen Büros mitteilen. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Entwürfe online zu sichten und auf der Website Kommentare und Meinungen zu den Entwürfen einzubringen. Die Anregungen der Jury und die rund 3.500 aus der Bürgerschaft eingegangenen Bewertungen sollten die Büros bei der Überarbeitung ihrer Skizzen unterstützen.


Die Skizzen werden von Montag, 23., bis Freitag, 27. April 2018, im Foyer des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4, gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr zugänglich.


Von Montag, 30. April, bis Sonnabend, 12. Mai 2018, werden die Entwürfe im Rahmen der Messe „Wunderschönes Südniedersachsen“ am Stand der Stadt Göttingen im Einkaufszentrum „Kauf Park“, Am Kauf Park, zu sehen sein. Die Öffnungszeiten der Ladenstraße, auf der sich die Messestände befinden, sind Montag bis Sonnabend von 7.45 bis 20 Uhr.

 

 

 



 

 

Foto Teaser und Artikel: Kresspahl CC BY-SA 3.0

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