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Sparkassen-Forum eröffnet

Eröffnung Sparkassen-Forum
Rund 300 geladene Gäste waren ins Sparkassen-Forum gekommen.

 

„Ein Finanztempel hätte nicht zum Selbstverständnis der Sparkasse gepasst“, sagte Landrat Bernhard Reuter am Montagabend, als er in einer von mehreren moderierten Talkrunden während der Eröffnungsfeier der neuen Zentrale der Sparkasse Göttingen - dem Sparkassen-Forum - zur Architektur des Neubaus befragt wurde. Er wisse, dass die Meinungen über die Ästhetik bei den Göttingerinnen und Göttinger auseinandergingen. Im aber gefalle die Schnörkellosigkeit und Bodenständigkeit des Gebäudes sehr. Das passe zu den Werten der Bank, dessen Verwaltungsratsvorsitzender Reuter ist.

 
Auch im Inneren wurde Architektur nicht in erster Linie unter repräsentativen Gesichtspunkten sondern vor allem praktisch gedacht. Statt einer großen aber ungenutzten Eingangshalle wurde direkt neben dem Empfang ein Multifunktionsraum geschaffen. Dieser lässt sich in mehrere Meeting-Räume aufteilen oder, wenn die flexiblen Wände beiseite geschoben werden, so wie bei der Eröffnungsfeier als großer Veranstaltungsraum nutzen.


„Den Bau in dieser kurzen Zeit und im Kostenrahmen umzusetzen, verdient große Anerkennung“, sagte Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, auf die Frage zum Projektverlauf. Die einzige Verzögerung war einem schweren Wasserschaden kurz vor der geplanten Eröffnung Ende letzten Jahres geschuldet, dessen Behebung noch bis vor wenigen Wochen andauerte, da auch Teile der komplexen Netzwerkinfrastruktur des Gebäudes betroffen waren.


Energetisch ist der Neubau ein großer Sprung nach vorn. Die Zentrale der Sparkasse war bislang auf mehrere Immobilien in der Göttinger Innenstadt verteilt. Allein die größte von ihnen in der Weender Straße, in der sich auch die Vorstandsbüros befanden, benötigte doppelt soviel Heizenergie wie das neue Haus, in dem nun außerdem endlich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf über 14.000 Quadratmetern Platz haben. Und so freut sich Rainer Hald nicht nur über Einsparungen bei den laufenden Kosten. Die Tatsache, dass nun alle im selben Gebäude sitzen, mache die Kommunikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander viel einfacher.


Aus städtebaulicher Sicht ist das neu entstandene Ensemble aus Sparkassen-Zentrale, dem Hotel Freigeist und dem sich zur Zeit noch im Bau befindlichen Forum Wissen gestalterisch wichtig, da es prominent an einer der wichtigsten Straßenkreuzungen Göttingens liegt. Dies betonte auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bei der Eröffnung.


Die Hannover Künstlerin Claudia Wissmann wurde damit beauftragt, für die Fassade des Sparkassen-Forums eine Lichtinstallation zu entwickeln. Die besondere Herausforderung dabei: Die Gegebenheiten an der Groner Landstraße lassen keine Zentralperspektive auf das Gebäude zu. Egal, ob stadteinwärts oder stadtauswärts, der Blick richtet sich immer diagonal auf die Fassade. „Es ist, als ob man ein Bild malt, auf das später immer nur schräg geschaut wird“, erläuterte Wissmann bereits Ende letzten Jahres. Sie machte aus der Not eine Tugend und ersann eine Licht-Installation, die je nach Blickrichtung einen anderen Eindruck vermittelt: Wer sich stadtauswärts bewegt, sieht ein anderes Beleuchtungs-Motiv als jemand, der sich stadteinwärts bewegt.

 

 

 

 

 

Foto Artikel: Robin Kreide, Foto Teaser: Sparkasse Göttingen

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